Im Sommer trete ich aus dem Basler Grossen Rat zurück. Es waren intensive Jahre mit vielen politischen Debatten, Erfolgen und auch Kompromissen. Ich bin dankbar dafür, dass ich im demokratischen Rahmen mitgestalten durfte, was unseren Kanton bewegt.
Basel in Bewegung
Die Amtszeitbeschränkung, die mich in meiner letzten Legislatur trifft, ist sinnvoll. Sie schafft Raum für neue Stimmen und frische Ideen. Demokratie lebt davon, dass sich Menschen einbringen und für ihre Anliegen einstehen – sei es im Parlament, in Parteien oder in gesellschaftlichen Bewegungen.
Seit meinem Start im Grossen Rat 2013 war Basel politisch in Bewegung: von Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum über den feministischen Streik bis zur Klimabewegung. Diese Themen haben mich begleitet. Im Rat, aber auch auf der Strasse, im Quartier, in der Gewerkschaft und in Initiativen. Besonders erfolgreich waren wir oft mit Volksinitiativen, etwa beim Wohnschutz, beim Mindestlohn oder bei bezahlbaren Kitas mit besseren Arbeitsbedingungen.

Ohne meine Frau wäre das nicht möglich gewesen. Ich danke ihr von Herzen für ihre grosse Unterstützung! Und meinen Kindern für ihre grosse Geduld.
Veränderung beginnt mit Menschen, die sich zusammenschliessen
Ich hatte engagierte Mitstreiter:innen. Innerhalb meiner Partei, der SP Basel-Stadt, aber auch darüber hinaus. Ich danke allen Kolleg:innen, den Mitarbeitenden der Verwaltung, den Journalist:innen und natürlich den unzähligen Bürger:innen, die mich angesprochen, hinterfragt, kritisiert oder unterstützt haben. Dieses Vertrauen war Ansporn und Verpflichtung zugleich.
Veränderung geschieht selten von oben oder nur im Parlament. Sie beginnt mit Menschen, die sich zusammenschliessen, laut werden und dranbleiben. Im Rat habe ich versucht, diese Energie aufzunehmen und in konkrete Politik zu übersetzen. Am Ende werden die Entscheidungen im Parlament (oder an der Urne) getroffen. Eine starke SP hilft mit, die Anliegen wirksam aufzunehmen und Realität werden zu lassen (Hier kannst auch du Mitglied werden).
Bleibe weiter politisch aktiv
Politik soll das Leben der Menschen verbessern und nahbar bleiben. Diese Haltung behalte ich auch nach meinem Ausscheiden aus dem Grossen Rat bei. Ich werde in anderen Rollen politisch aktiv bleiben. Aus Fachperspektive in meinem Job bei der Schuldenberatung Schweiz, lokal als Co-Präsident des Mieter:innenverbandes Basel und im Quartier über die SP Spalen. Gemeinsam sind wir stark.
(Beitragsbild oben von Dominik Plüss)